OVERLOAD und wir merken es nicht

Nimmst du dir auch häufiger zu viel vor?

Egal, ob als Vollzeitberufler oder auch als Mama, oft nehmen wir uns zu viel vor, weil es uns schwer fällt, die Zeit einzuschätzen, die wir für eine Aufgabe brauchen. Kommen dann ungeplante Aufgaben hinzu oder etwas läuft nicht so wie wir uns das vorgestellt haben verzögert das zusätzlich unseren Zeitplan. Und kann uns auch impulsiv auf Störungen reagieren lassen – wenn wir nicht in der Ruhe und Ausgeglichenheit sind. Wenn wir keinen Puffer für unvorhergesehenes eingeplant haben.

Ich erzähl dir eine kurze Episode:

— Schwanger, Kind das ja auch seine Aufmerksamkeit will, Haushalt und das eigene Bedürfnis nach Weiterbildung und gut genutzter Zeit ist schon ein Spannungsfeld, das durchaus frustrieren kann, wenn man nicht alles schafft. Und da es ja für den Wissen-Hunger und das Weiterentwicklungsbedürfnis keinen körperlichen Schmerz gibt, der eine Grenze aufzeigt, fällt es uns schwer, zu erkennen, wann wir uns ausreichend Beschäftigung aufgeladen haben und ab wann es zu viel wird. Das merken wir frühestens am Abend, wenn wir eben nicht alles geschafft haben. Und dann unzufrieden werden.

Das hast du übrigens richtig schön auf den Punkt gebracht, danke für den Impuls.

so die Worte einer Kundin meines Onlinekurses, als wir uns nebenher per E-Mail schrieben

„Hast du da auch schon Projekte für Kurse, mit denen man dieses Spannungsfeld für sich selber sicht- und vor allem so strukturierbar machen kann, dass man sich zumindest am Ende der Woche ausgeglichen fühlt?“ Dass das das Ziel sein sollte, ist denke ich den meisten klar, bloß das Umsetzen ist nicht so einfach ohne richtige Tools.

„Bisher habe ich noch keinen Kurs dazu. Danke für die Nachfrage, das setze ich auf meine Liste und überlege mir was dazu.“

Ich habe für mich immer wieder Tools ausprobiert und meine eigenen To-Do-Kärtchen und Visualisierungen entworfen, so dass ich ein Gefühl dafür bekomme, wie viel Zeit eine Aufgabe in Anspruch nimmt. Wie bei allem ist es die Disziplin das durchzuhalten, weil auch das Aufschreiben Zeit in Anspruch nimmt. Am Anfang ist es die Begeisterung für das Neue, dass uns dazu bringt Aufgaben aufzuschreiben und den Zeitanteil zu schätzen und die tatsächlich benötigte Zeit nachzuhalten. Sobald sich aber etwas im Tagesablauf ändert, meist durch Kindkrank, und auch der Anteil am Erforschen, die Neugier – wie viel Zeit brauch ich den? – gestillt ist, lässt die Begeisterung nach und damit hört es meist bei uns auf. In der Phase käme die Disziplin zum Einsatz, damit wir weitermachen. 

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